

ESA klingt noch besser als BÜROHUND
Bürohunde sind in vielen Unternehmen fester Bestandteil des Teams. In Stellenanzeigen wird mit den felligen Kollegen heute sogar als Corporate Benefit gelockt. Allein zwischen Juli und Dezember 2025 tauchten Bürohunde in rund 12.100 Stellenausschreibungen von insgesamt 15.174.302 analysierten Stellenanzeigen auf. Ein Trend, der langsam Fahrt aufnimmt. Das geht aus der aktuellen Stellenmarkt-Auswertung der Berliner Personalmarktforschung Index Research hervor – eine Steigerung von 133 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dort wurden Bürohunde rund 6.900 mal in Stellenanzeigen erwähnt. Im Jahr 2019 lag der Wert noch bei 727 Erwähnungen.
Die gute Nachricht für Firmen: Es gibt in Deutschland kein Gesetz, das einen Anspruch auf die Mitnahme des Hundes ins Büro konstatiert. Wäre auch komisch, denn dieses würden die Papageien-, Katzen-, Hasen- und Mäusebesitzer wahrscheinlich erweitert haben wollen. Wenn der Papagei aber ständig den Chef nachplappert, der Hase die Kabel anfrisst und die Katze hinter der Maus herjagt, ist das Chaos im Büro vorprogrammiert.
Die gute Nachricht für Hundebesitzer: Einer Studie des Bundesverbandes Bürohund e.V. (den gibt es wirklich) zufolge, verbessern Bürohunde nachgewiesenermaßen das Arbeitsklima. Es gibt auch den Begriff ESA (Emotional Support Animals). Das heißt: Tiere bieten emotionale Unterstützung und können Stress, Angst und Einsamkeit reduzieren.
Das ist doch schon mal ein Argument, um den Chef zu überzeugen, den Hund mit ins Büro zu nehmen.
Grundgehorsam des Hundes ist essentiell für die Mitnahme ins Büro. Dass er stubenrein ist, sei vorausgesetzt.
Außerdem sorgt der Hund für Gesprächsstoff und das wiederrum verbessert die Kommunikation im Team und damit auch das „Wir“-Gefühl.
Bekennen sich dann alle Mitarbeiter zum Hund, kann das natürlich auch das Image der Firma aufwerten und das Employer Branding erleichtern. Tierfotos erhalten auf Insta, Facebook und Co. oft mehr Klicks als viele andere Bilder.
Schließlich kommen wir auch zur Mitarbeiterbindung. Sicherlich haben Unternehmen, die Hunde erlauben, einen großen Vorteil. Hier wird gern gearbeitet und Hundebesitzer müssen sich keine Sorgen machen, wer sich um den Hund kümmert oder ob er allein Zuhause klarkommt. Das kann ein Vorteil gegenüber einer anderen Firma sein, die Hunde im Büro nicht erlaubt.
Über eines sollten Sie und vor allem Ihr Chef sich aber im Klaren sein: Sie müssen bei jeder Neueinstellung schon im Bewerbungsgespräch sagen, dass Hunde im Büro sind. Es kann sein, dass Ihnen deshalb auch mal ein Bewerber oder eine Bewerberin absagt. Denn während man an einer Abneigung gegen Hunde noch arbeiten könnte (wenn es der Traumjob ist), lässt sich einer Allergie schwer entgegenwirken.
Auch können Sie Ihren neuen Mitarbeiter wieder verlieren, sollte der Hund die „Probezeit“ durch sein Verhalten nicht bestehen und nicht mehr ins Büro kommen dürfen. Wenn er die Versorgung nicht anders gewährleisten kann, kündigt der Mitarbeiter wahrscheinlich auch.
Wir sind überzeugt, dass der fellige Mitarbeiter eine Bereicherung für Ihre Firma sein kann. Noch dazu steht er nicht auf der „Pay-Roll“. Bezahlt wird er mit Leckerlis und Streicheleinheiten.
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